Diese RFID-Tags haben eine kleine Batterie, die nur den Mikrochip mit Strom versorgt. Dadurch haben sie den Vorteil eines größeren, eventuell wiederbeschreibbaren Speichers und können auch Informationen von Umweltsensoren (und anderen möglichen Arten von Sensoren) verarbeiten und speichern. Aufgrund dieser Eigenschaften werden batteriegestützte passive Tags in der Regel in der „Kühlkette“ eingesetzt, d. h. sie gewährleisten, dass die Temperatur von Produkten (Lebensmitteln, Arzneimitteln oder anderen Gesundheitsprodukten) vom Hersteller bis zum Endverbraucher auf einem konstant niedrigen Niveau bleibt.
Batteriegestützte passive Tags werden auch als semi-passive Tags bezeichnet, da sie zwar über eine Batterie (wie aktive Tags), jedoch nicht über einen Sender verfügen. Stattdessen werden ihre Signale durch ein Lesegerät aktiviert (wie passive Tags). Die Batterie versorgt den Mikrochip mit Strom, sodass batteriegestützte passive Tags ähnliche Zusatzfunktionen wie aktive Tags bieten (z. B. Umgebungssensoren und einen größeren, eventuell wiederbeschreibbaren Speicher). Sie haben auch eine größere Lesereichweite als passive Tags und können einige Dutzend Meter vom Lesegerät entfernt arbeiten (in der Regel jedoch nicht mehr als 30).
Wie bei aktiven Tags sind die Hauptnachteile von batteriegestützten passiven Tags ihre begrenzte Batterielaufzeit und die nachteiligen Umweltauswirkungen des Batteriewechsels und der entsprechenden Entsorgung. Diese Nachteile könnten jedoch durch die Verwendung von Solarenergie oder Trägheitssystemen zur Stromversorgung der Batterie überwunden werden, ähnlich wie bei solarbetriebenen Armbanduhren.
Aufgrund ihrer größeren Speicherkapazität und ihrer Sensoren werden batteriegestützte passive Tags häufig zur Aufzeichnung der Bewegung von Gegenständen und zur Messung von Außentemperatur und -druck (zusätzlich zur Rückverfolgung und Authentifizierung) verwendet.
Etwaige Änderungen, die am Produktionsverfahren vorgenommen werden müssen, um diese Technologie zu implementieren, sind davon abhängig, wie Sie den batteriegestützten passiven Tag am Produkt anbringen wollen. Wenn Sie ihn an der Außenseite des fertigen Produkts anbringen, sind nur geringfügige Änderungen erforderlich (z. B. Erweiterung um ein Anbringungsverfahren am Ende der Produktionskette). Wenn Sie sich jedoch dafür entscheiden, das batteriegestützte passive Tag in das Produkt einzubetten - so dass es weniger sichtbar und schwerer zugänglich (und somit schwer abnehmbar oder austauschbar) ist - müssen Sie möglicherweise erhebliche Änderungen am Produktionsverfahren vornehmen, die jedoch von Ihrem spezifischen Produkt und der Art bzw. Stelle der Einbettung abhängen.
Die Einführung eines Systems von batteriegestützten passiven RFID-Tags erfordert anfängliche Investitionen in Geräteverwaltungssysteme, Lesegeräte und Änderungen im Produktionsverfahren. Die Kosten für die Tags selbst liegen bei einigen wenigen Euro pro Tag und hängen hauptsächlich von den Kosten der Batterie ab. Diese Kosten können durch die Verwendung von kleinen solarbetriebenen Akkus oder Trägheitssystemen zum Aufladen der Batterien gesenkt werden.