Die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) führen eine Reihe von Studien über den weltweiten Handel mit gefälschten und unerlaubt hergestellten Waren durch. Darin werden die Folgen für die Wirtschaft sowie das Ausmaß analysiert, in dem der internationale Handel von diesem Phänomen betroffen ist. Das hauptsächliche Ziel dieser Studie besteht insbesondere darin, den Wert und Umfang des Handels mit gefälschten und unerlaubt hergestellten materiellen Waren sowie die diesbezüglichen Trends quantitativ zu bewerten.

Der Schwerpunkt dieser Studien liegt vornehmlich auf der Verletzung von Urheberrechten, Marken, Geschmacksmusterrechten und Patenten. Nicht greifbare Verletzungen wie Online-Piraterie oder Verletzungen anderer Rechte des geistigen Eigentums bleiben jedoch unberücksichtigt.

Die Berichte bauen auf einer 2008 veröffentlichten Studie der OECD über die wirtschaftlichen Folgen von Marken- und Produktpiraterie auf, entwickeln diese weiter und vervollständigen sie.

Wir hoffen, dass die Ergebnisse der Studie Regierungen und politischen Entscheidungsträgern helfen, den wirtschaftlichen Schaden, den Marken- und Produktpiraterie überall auf der Welt verursachen, zu bewerten und zu bewältigen.

António Campinos,  Former Executive Director of the EUIPO

 

Folgen und Ausmaß des Phänomens

Freihandelszonen bringen Unternehmen und den Ländern, in denen sie ansässig sind, konkrete Vorteile. Gleichzeitig erleichtern sie jedoch aufgrund lockerer ordnungspolitischer Kontrollen den Handel mit gefälschten Waren. Der Bericht zeigt: Je größer die Rolle ist, die Freihandelszonen in der Wirtschaft eines Landes spielen, desto größer ist auch der Wert von gefälschten Waren bei den Exporten dieser Volkswirtschaft. Der Bericht analysiert einen einzigartigen Datenbestand, der sowohl Daten über die Merkmale von Freihandelszonen in mehr als 130 Ländern als auch einen Datensatz des EUIPO und der OECD über die Exportintensität in Bezug auf gefälschte Waren umfasst.

 

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Eine zusätzlich in einer Volkswirtschaft eingerichtete Freihandelszone erhöht den Wert der Exporte von gefälschten Waren um 5,9 %.
  • Eine 1 %-ige Steigerung des Wertes der Exporte aus Freihandelszonen erhöht den Wert der Exporte von gefälschten Waren um 0,28 %.
  • Eine 1 %-ige Steigerung der Zahl von in Freihandelszonen tätigen Unternehmen erhöht den Wert der Exporte von gefälschten Waren um 0,29 %.
  • Eine 1 %-ige Steigerung der Zahl von in Freihandelszonen tätigen Arbeitnehmern erhöht den Wert der Exporte von gefälschten Waren um 0,21 %.
  • Eine 1 %-ige Steigerung des Investitionswertes in Freihandelszonen erhöht den Wert der Exporte von gefälschten Waren um 0,17 %.
  • In Freihandelszonen sind 66 Millionen Menschen beschäftigt und sie generieren einen direkten handelsbezogenen Mehrwert von über 500 Mrd. US-Dollar.
  • Jüngsten Schätzungen zufolge beträgt die Zahl von Freihandelszonen weltweit mehr als 3 500 in über 130 Volkswirtschaften.

     

 
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