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März 27, 2020 Nachrichten

13 neue Projekte zur Sensibilisierung für den Wert des geistigen Eigentums und die negativen Auswirkungen von Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums


Die Beobachtungsstelle beteiligt sich mit 1 Mio. EUR an nationalen Sensibilisierungsprojekten, die sich an europäische Bürger und Jugendliche richten und im Rahmen einer offenen, wettbewerbsorientierten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt wurden

Von Nachrichtenmedien, Markenverbänden, Kulturstiftungen bis zu Verbraucherverbänden unterstützt das Amt Einrichtungen in neun Ländern, um das Bewusstsein für den Wert des geistigen Eigentums und für die negativen Auswirkungen von Fälschungen und Produktpiraterie weiter zu erhöhen. Mit dieser dritten Ausgabe des Förderprogramms zur Sensibilisierung unterstützt das Amt 13 verschiedene Projekte in der gesamten Europäischen Union finanziell.

Die ausgewählten Projekte richten sich an die europäischen Bürger, Lehrkräfte, junge Menschen und Kinder und umfassen verschiedene Aktivitäten zum Mitmachen, wie Schulprogramme, Verbraucherkampagnen, interaktive Seminare und Jugendveranstaltungen. Durch die Erstellung von attraktiven, offen zugänglichen digitalen Inhalten und neuem Lehrmaterial sowie die Verbreitung in den sozialen Medien durch Influencer und Vlogger tragen die Projekte zur Sensibilisierung für das Thema bei.

Die Ausgabe 2019, die derzeit aufgrund von Covid-19 mit strukturellen Einschränkungen konfrontiert ist, baut auf dem Erfolg des vorangegangenen Förderprogramms auf, das 60 Millionen Europäer in 10 Ländern erreichte.

Hier erfahren Sie mehr über die diesjährigen Projekte und Begünstigten:

Musik bewegt Ungarn – alles, was Sie schon immer über Musik wissen wollten, aber sich nie getraut haben, zu fragen (Ungarn)

Das Projekt der ungarischen Copyright Alliance „ProArt“ richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 24 und führt Sensibilisierungsaktivitäten durch, indem es zusammen mit ungarischen Influencern (Künstlern, Vloggern und Musikern) Videos in Form von Spielen und Quizzen zu Themen im Bereich des geistigen Eigentums produziert. Eine Live-Veranstaltung bildet den Abschluss des Projekts.

Kluge Ideen – Verbraucher achten geistiges Eigentum (Portugal)

Der portugiesische Verband für Verbraucherschutz (DECO) hat sich zum Ziel gesetzt, Schüler der Sekundarstufe mit dem Thema geistiges Eigentum und dem Wert von Ideen vertraut zu machen und zu bekräftigen, wie wichtig es ist, Urheber, Unternehmen und Marken, die neue Produkte schaffen, zu achten.

Jugendliche und Lehrkräfte der Sekundarstufe zum Thema Urheberrecht aufklären (Griechenland und Zypern)

Die griechische Organisation für Urheberrecht (HCO) wird durch Seminare, Lehrmaterial und zwei nationale Medienkampagnen zur Aufklärung von Lehrkräften und Schülern der Sekundarstufe beitragen.

Freunde sagen nein! – Förderung einer respektvolleren Einstellung gegenüber geistigem Eigentum (Italien)

Ziel des italienischen Verbraucher- und Umweltschutzverbandes (Adiconsum) ist es, unter Kindern das Bewusstsein, Verständnis und eine gewissenhaftere Einstellung zu fördern, damit sie lernen, die Bedeutung der rechtmäßigen Bereitstellung von Waren und digitalen Inhalten im Vergleich zu illegalen, nachgeahmten oder gefälschten Waren und Inhalten zu begreifen. Zudem möchte das Projekt die Stigmatisierung bei illegalem Verhalten sowie den Austausch positiver Botschaften unter Gleichaltrigen fördern und bei der Verbreitung der Möglichkeiten und Vorteile der Beschaffung von Musik und Filmen aus legalen Quellen Hilfestellung leisten.

IP4Teen (Spanien)
Mit dem Projekt „IP4Teen – Das Wissen unter Lehrkräften und Jugendlichen über die Bedeutung von geistigem Eigentum und die Risiken von Fälschungen erweitern“ – fordert die Universität Alicante (UA) aktive und angehende Lehrkräfte auf, unter Jugendlichen – über schulische und außerschulische Aktivitäten – das Wissen über die Rechte des geistigen Eigentums und deren Achtung zu erweitern. Den Hauptbeitrag des Projekts bildet ein kostenloser Online-Kurs.

Geistiges Eigentum, spiel damit! – IPPI (Italien)
Die Initiative zielt darauf ab, wirkungsvolle und innovative Lerntools mit interaktiven Ansätzen zu entwickeln, mit deren Hilfe junge Menschen verstehen lernen, welche Rolle der Schutz des geistigen Eigentums für ein gesundes Geschäfts- und Verbraucherumfeld spielt. Die Lernaktivitäten und das Infotainment-Material basieren zum Teil auf Spieltheorie.

Rechte des geistigen Eigentums? Ich habe verstanden! (Polen)

Ziel der polnischen Stiftung Legalna Kultura ist es, persönliche, soziale und Lernfähigkeiten zu stärken und Kreativität, Innovation und den Unternehmergeist zu fördern. Unter anderem sind Workshops für vier verschiedene Altersgruppen von Schülern und Lehrkräften in Vorbereitung und die Verbreitung in den Massenmedien geplant.

IPR2Youth - Rechte des geistigen Eigentums und Jugend (Bulgarien und Portugal)

Ziel des Projekt ist es, die Achtung der Rechte des geistigen Eigentums von Erfindern, Urhebern und Künstlern durch verschiedene Sensibilisierungsaktivitäten zu fördern. In beiden Ländern werden parallele Aktivitäten stattfinden: eine Online-Kampagne mit auf die Zielgruppen zugeschnittenen Informationen und Materialen für die Verbreitung, örtliche und grenzübergreifende Präsenzveranstaltungen sowie die Veröffentlichung von Artikeln in den Fach- und gängigen Medien.

Erfahrung mit geistigem Eigentum (Italien)

Fondazione Politecnico di Milano hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende an Hochschulen und Schüler an Sekundarschulen (im Alter zwischen 15 und 24 Jahren) mit dem Thema der Rechte des geistigen Eigentums sowie den Grundsätzen und dem wirtschaftlichen Wert dieser Rechte vertraut zu machen. Das Projekt umfasst Workshops und Live-Veranstaltungen, die in Mailand und Barcelona stattfinden werden.

Rechte des geistigen Eigentums (Italien und Spanien)

Dieses Projekt wird von zwei führenden Presseagenturen, der italienischen Agenzia Nazionale Stampa Associata (ANSA) und der spanischen internationalen Agentur EFE durchgeführt, mit dem Ziel, die Berichterstattung zu Themen in Bezug auf geistiges Eigentum zu verbessern. Es umfasst Multimediaproduktionen und die Verbreitung von Nachrichten, die sich an ein breites und differenziertes Publikum richten, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf junge Menschen gelegt wird.

Geistiges Eigentum: Was geht es mich an? (Bulgarien, Spanien und Portugal)

Durch eine Challenge und ein Chain-Game in den sozialen Medien sowie durch Infografiken und Aufklärungsvideos möchte dieses Projekt Menschen davon abhalten, illegale Quellen zu nutzen und darauf aufmerksam machen, dass Fälschungen Innovationen gefährden und Urhebern und Künstlern schaden.

Zirkulation digitaler Kultur (Polen und Niederlande)

Die polnische Stiftung Centrum Cyfrowe möchte für die offene Lizenzierung als Instrument zum besseren Verständnis des geistigen Eigentums sensibilisieren. YouTube ist eine der Hauptplattformen, die zur Verbreitung ihrer Botschaft genutzt werden.

Superheld „IP Hero“ (Italien)
Der italienische Verband Indicam kreiert eine Zeichentrickfigur, den Superhelden IP HERO, um Nutzern eine wichtige Botschaft über die Bedeutung des Schutzes geistigen Eigentums zu vermitteln. Als „Hüter“ des geistigen Eigentums macht IP Hero auf das Thema aufmerksam und verbreitet online nützliche Informationen über die Bekämpfung von Fälschungen und anderen illegalen Aktivitäten.