Die wirtschaftlichen Kosten der Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums in der Tonträgerindustrie

Die Studie zu den wirtschaftlichen Kosten der Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums in der Tonträgerindustrie befasst sich mit direkten und indirekten Einnahme- und Arbeitsplatzverlusten durch Produktpiraterie in dieser Branche sowie mit deren Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen. Die Studie befasst sich ausschließlich mit der Produktion von Musik- Vertrieb und Einzelhandel werden nicht untersucht. Es werden die Folgen von Produktpiraterie in der Tonträgerindustrie analysiert, unabhängig vom Format der Waren oder Dienstleistungen, von denen die Rechtsverletzungen ausgehen. Somit werden beide Formen der Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums abgedeckt: einerseits Verletzungen durch physische Medien wie CDs oder DVDs und andererseits durch digitale Piraterie ohne physischen Datenträger.


Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Einnahmeverlust für die Tonträgerindustrie in Höhe von 5,2 % im Jahr 2014 aufgrund von Produktpiraterie
  • Der relative Verlust ist geringer für physische Formate (2,9 %) als für digitale Formate (8,8 %)
  • Verlust für die Branche beim Direktabsatz im Jahr 2014: 170 Mio. EUR
  • Direkte und indirekte Verluste wegen entgangener Absätze aufgrund von Produktpiraterie: insgesamt 336 Mio. EUR
  • 63 Mio. EUR Einnahmeverlust für den Staat (Steuern und Sozialabgaben)


Bei dieser Studie wird erstmalig eine Branche untersucht, die sowohl mit physischer als auch mit digitaler Produktpiraterie zu kämpfen hat. Daher sind eine Reihe von Anpassungen des methodischen Ansatzes erforderlich. Im Gegensatz zu vorangegangenen Berichten basieren die Schätzungen der Einbußen beim Verkauf von Musik nicht auf Daten von Eurostat – trotz gleichbleibender Methodik. Der Grund hierfür ist das Fehlen geeigneter Eurostat-Daten. Stattdessen stützt sich die Analyse auf einen umfassenderen und ausführlicheren, öffentlich verfügbaren Datensatz, der vom Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) erworben wurde.

 

Die Einnahmen der Tonträgerindustrie stammen aus einer breiten Palette unterschiedlicher Kanäle und Formate, in denen Musik konsumiert wird. Die verfügbaren Informationen umfassen u. a. Einnahmen, die nach folgenden Formaten aufgeschlüsselt wurden:

  • Physische Musik, unterteilt in sieben Kategorien: Singles, Alben (LPs), Musikkassetten (MCs), Compact-Discs (CDs), MiniDiscs (MDs), Super Audio CDs (SACDs) und Musikvideos. CD-Verkäufe über Internet zählen als physische Verkäufe.
  • Digitale Musik: hierzu zählen Downloads, mobile Personalisierung, Einnahmen aus Streaming-Abos (sowohl kostenfrei als auch Premium-Dienste) und Einnahmen aus werbegestütztem Streaming (z.B. YouTube oder Vevo).


Bericht hier herunterladen

Deckblatt des Newsletters der Beobachtungsstelle, Oktoberausgabe

Die wirtschaftlichen Kosten der Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums in der Tonträgerindustrie

In diesem Bericht befasst sich die Beobachtungsstelle mit Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums in der Tonträgerindustrie.


PDF herunterladen


Ressourcen
Pressemitteilung EinblendenAusblenden
Infografik EinblendenAusblenden