Geistiges Eigentum und Jugendliche

 

Wenn wir Strategien und Programme zum Schutz des geistigen Eigentums in der Zukunft entwickeln, müssen wir verstehen, was junge Menschen heute antreibt.

Christian Archambeau, Exekutivdirektor des EUIPO

Junge europäische Bürger haben jeden Tag mit geistigem Eigentum zu tun. Diese „Digital Natives“ begegnen geistigem Eigentum im Internet und – durch ihre Entscheidungen und Gewohnheiten – in der richtigen Welt. Damit diese gegenwärtigen und künftigen Nutzer des Systems des geistigen Eigentums ihre Einstellungen und Gewohnheiten ändern, müssen wir zunächst verstehen, wie sie entscheiden, wo sie sich digitale Inhalte oder physische Waren beschaffen, wenn sie die Wahl haben, die damit verbundenen Rechte des geistigen Eigentums zu wahren oder zu ignorieren.

Deshalb hat das EUIPO bisher zwei Jugendbarometer zu geistigem Eigentum herausgegeben, die sich auf junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in der EU konzentrieren.

 

 

 

Jugendbarometer 2019 zum Thema geistiges Eigentum

Die wichtigsten Erkenntnisse

Abo-Dienste für digitale Inhalte scheinen beliebter zu werden; es wurde jedoch ein leichter Anstieg beim Erwerb nachgeahmter Waren verzeichnet.

  • 51 % der 15- bis 24-Jährigen in Europa geben an, in den letzten 12 Monaten keine Inhalte aus illegalen Quellen genutzt, gespielt, heruntergeladen oder gestreamt zu haben.
  • 21 % der 15- bis 24-Jährigen geben an, bewusst illegale Quellen für digitale Inhalte zu nutzen.
  • 21 % geben an, dass sie bereit sind, Abonnements für digitale Inhalte zu bezahlen, wenn die Preise erschwinglich sind.
  • 13 % geben an, in den letzten Jahren bewusst nachgeahmte Waren gekauft zu haben.

 

Wer steckt hinter dieser Studie?

Der Bericht wurde vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) bei Ipsos in Auftrag gegeben.

Methodik

Die Studie wurde vom 3. Juni 2019 bis zum 8. Juli 2019 durchgeführt. 23 507 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren wurden in allen 28 Mitgliedstaaten der EU befragt.

 
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Jugendbarometer 2016 zum Thema geistiges Eigentum

Die wichtigsten Erkenntnisse

Junge europäische Bürger finden, dass es nicht genügend Informationen und wirksame Kommunikation über geistiges Eigentum gibt. Deshalb ist es ihnen gleichgültig, ob sie Rechte des geistigen Eigentums verletzen.

  • 25 % der jungen Menschen haben in den vergangenen zwölf Monaten bewusst illegale Quellen genutzt, um an digitale Inhalte zu gelangen. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass der Preis einer der Hauptfaktoren für die Nutzung illegaler Quellen ist. Zudem verwies ein Drittel auf mangelnde Verfügbarkeit als Grund für die Nutzung illegaler Quellen.
     
  • 12 % der jungen Menschen haben in den vergangenen zwölf Monaten bewusst nachgeahmte Waren online erworben.
     
  • Über die Hälfte der jungen Menschen nennen den Preis als Hauptgrund für den Kauf nachgeahmter Waren im Internet. Ein Drittel der Befragten geben an, dass es ihnen gleichgültig ist.

 

Wer steckt hinter dieser Studie?

Der Bericht wurde vom Amt über die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums in Auftrag gegeben und von der GfK durchgeführt, einem Marktforschungsinstitut, das auf die Abbildung der öffentlichen Meinung spezialisiert ist.

Methodik

Die Erhebung wurde 2015 durchgeführt und deckt alle 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union ab. Die Arbeit bestand aus zwei Phasen: eine qualitative Untersuchung über Fokusgruppen in jedem der 28 Mitgliedstaaten und eine quantitative Phase, die eine Online-Umfrage umfasste, die sich an repräsentative Gruppen in den 28 Mitgliedstaaten richtete.

 
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