Auswirkungen schutzrechtsintensiver Wirtschaftszweige in der Europäischen Union

Das EUIPO hat über die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums und das Europäische Patentamt vier EU-weite Studien über den Beitrag, der durch die Nutzung von Rechten des geistigen Eigentums zur EU-Wirtschaft geleistet wird, durchgeführt.

Diese Studien sollen Fakten zur Unterstützung der politischen Entscheidungsfindung liefern und eine Grundlage für die Sensibilisierung der Bürger in Europa in Bezug auf den Wert des geistigen Eigentums bilden.

 

 

 

EUIPO has also carried out a study on intellectual property rights and firm performance in Europe.

 

Schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige und Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union (2019)

Diese Studie ist die jüngste Überarbeitung in einer Reihe von Studien, in denen der Beitrag bewertet wird, den Wirtschaftszweige, die verschiedene Arten von Rechten des geistigen Eigentums intensiv nutzen, zu den Volkswirtschaften der EU insgesamt leisten. Die Studie bestätigt den wirtschaftlichen Nutzen von Marken, Geschmacksmustern, Patenten, Urheberrechten, geografischen Angaben und Sortenschutz für Europa.

Wichtigste Ergebnisse:

  • Zwischen 2014 und 2016 betrug der Anteil der schutzrechtsintensiven Wirtschaftszweige an der Gesamtbeschäftigung in der EU 29,2 % (63 Mio. Arbeitsplätze)
  • 38,9 % der Gesamtbeschäftigung in der EU (83,3 Mio. Arbeitsplätze) können direkt und indirekt schutzrechtsintensiven Wirtschaftszweigen zugerechnet werden
  • 45 % der gesamten Wirtschaftsleistung (BIP) in der EU entfallen auf schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige; das entspricht einem Wert von 6,6 Billionen EUR
  • In schutzrechtsintensiven Wirtschaftszweigen werden deutlich höhere Löhne und Gehälter gezahlt als in anderen Branchen; der Mehrverdienst beträgt 47 %
  • Beim Handel der EU mit dem Rest der Welt entfiel auf schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige der größte Anteil; sie erwirtschafteten einen Handelsüberschuss und halfen somit, die Außenhandelsbilanz der EU weitgehend im Gleichgewicht zu halten
 

Wie wurde die Studie auf Ebene der Wirtschaft durchgeführt?

Um die Vergleichbarkeit zwischen den drei Studien zu gewährleisten, wurde die zuvor angewandte Methodik beibehalten. Bei den zugrunde liegenden Daten und der Methodik wurden allerdings einige Verbesserungen vorgenommen. Insbesondere wurde das Zuordnungsverfahren zur Ermittlung schutzrechtsintensiver Wirtschaftszweige aktualisiert, um sicherzustellen, dass die Auswahl die jüngsten Entwicklungen widerspiegelt. Zusätzlich wurden als Ergänzung der Daten zu den EU-Mitgliedstaaten Island, Norwegen und die Schweiz in diese Studie einbezogen.

 

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Schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige und Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union

Ziel dieser Studie ist es, eine aktualisierte, verbesserte Bewertung des kombinierten Beitrags bereitzustellen, den Wirtschaftszweige, die verschiedene Arten von Rechten des geistigen Eigentums intensiv nutzen, für die Volkswirtschaften in der EU leisten. Die Studie bestätigt den wirtschaftlichen Nutzen von Marken, Geschmacksmustern, Patenten, Urheberrechten, geografischen Angaben und Sortenschutz für Europa. Damit wird die 2013 veröffentliche Studie aktualisiert und gezeigt, dass Wirtschaftszweige, die Rechte des geistigen Eigentums intensiv nutzen, die Krise besser bewältigten.

 

Wie wurde die Studie auf Ebene der Wirtschaft durchgeführt?

Um zu ermitteln, welche Wirtschaftszweige schutzrechtsintensiv sind, wurden die Registerdatenbanken des EUIPO, des EPA und des Gemeinschaftlichen Sortenamtes (CPVO) für Patente, Marken, Geschmacksmuster und Sorten mit der Wirtschaftsdatenbank ORBIS auf EU-Ebene verglichen.

Die Studie nutzte auch Eurostat-Daten zur Beschäftigung pro Wirtschaftszweig, um die Anzahl von Geschmacksmustern, Patenten und Marken in jeder Branche zu berechnen. Etwa 240 000 Unternehmen wurden anhand dieser Parameter analysiert.

Zudem wurde die Anzahl von Rechten des geistigen Eigentums pro 1 000 Beschäftigte in jedem Wirtschaftszweig untersucht, um die Auswirkung auf die Branchengröße zu ermitteln. Die Wirtschaftszweige, die eine überdurchschnittliche Anzahl von Anmeldungen pro 1 000 Beschäftigte aufwiesen, wurden als schutzrechtsintensiv eingestuft.

Urheberrechtsintensive Wirtschaftszweige wurden anhand eines von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) entwickelten Ansatzes ermittelt. Für Wirtschaftszweige, die intensiv geografische Angaben nutzen, zog die Studie schließlich aufsichtsbehördliche Quellen und Informationen heran, die von der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission bereitgestellt wurden.

Mit der angewendeten Methode können Ergebnisse auf EU-Ebene mit den Ergebnissen der US-Studie verglichen werden, die von der Abteilung Wirtschaft und Statistik des Handelsministeriums der Vereinigten Staaten und dem USPTO im September 2016 herausgegeben wurde.

 

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Rechte des geistigen Eigentums und Unternehmensleistung in Europa: eine wirtschaftliche Analyse

In dieser Studie wird die Wirtschaftsleistung von Unternehmen, die Rechte des geistigen Eigentums innehaben, mit denjenigen verglichen, die nicht im Besitz solcher Rechte sind. Die in dieser Studie erfassten Rechte geistigen Eigentums sind Patente, Marken und Geschmacksmuster sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Unternehmen, die Rechte des geistigen Eigentums innehaben, beschäftigen rund sechsmal so viele Mitarbeiter wie Unternehmen, die nicht im Besitz solcher Rechte sind.
  • Ihre Einnahmen pro Mitarbeiter sind um durchschnittlich 29 % höher.
  • Sie zahlen um bis zu 20 % höhere Gehälter als Unternehmen ohne Rechte an geistigem Eigentum.
  • Etwa 40 % der großen Unternehmen besitzen Rechte des geistigen Eigentums.
  • Wenngleich nur 9 % der kleinen Unternehmen Rechte des geistigen Eigentums besitzen, sind die Einnahmen pro Mitarbeiter dieser Unternehmen um fast 32 % höher als bei Unternehmen ohne Rechte des geistigen Eigentums.
 

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Bei den von der Studie erfassten Rechten des geistigen Eigentums handelt es sich um Patente, Marken und Geschmacksmuster (sowie um beliebige Kombinationen aus den drei Arten). Urheberrecht und geografische Angaben waren Gegenstand der ersten Studie und wurden aufgrund ihrer Art hier nicht erfasst. Die gegenwärtige Studie erfasst jedoch sowohl europäische als auch nationale Rechte des geistigen Eigentums, wodurch die Datenlage erheblich verbessert und eine vollständige Übersicht der Portfolios von europäischen und nationalen Rechten geistigen Eigentums jedes Unternehmens bereitgestellt wird.

Die Daten zu den Portfolios von Rechten des geistigen Eigentums der einzelnen Unternehmen wurden mit Daten abgeglichen, die in ORBIS, einer Wirtschaftsdatenbank, enthalten sind. Diese Datenbank enthält Finanz- und andere Daten zu Millionen von europäischen Unternehmen, die aus den Eintragungen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Unternehmen in den Handelsregistern aller EU-Mitgliedstaaten zusammengetragen wurden.

 

 
Ressourcen: Rechte des geistigen Eigentums und Unternehmensleistung in Europa
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Schutzrechtsintensive Wirtschaftszweige: Beitrag zur Wirtschaftsleistung und zur Beschäftigung in Europa

Die Studie präsentiert die wichtigsten schutzrechtsintensiven Wirtschaftszweige und ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung und zum Handel auf EU-Ebene. Ein Abschnitt der Studie konzentriert sich auf die Anzahl von Patenten, Marken und Geschmacksmustern aus den einzelnen Mitgliedstaaten sowie auf die Schaffung von Arbeitsplätzen. Erfasst werden zudem Urheberrechte und geografische Angaben.

 

Wie wurde die erste Studie durchgeführt?

Um zu ermitteln, welche Wirtschaftszweige schutzrechtsintensiv sind, wurden die Registerdatenbanken des EUIPO und des EPA für Patente, Marken und Geschmacksmuster mit der Wirtschaftsdatenbank ORBIS auf EU-Ebene verglichen.

Die Studie nutzte auch Eurostat-Daten zur Beschäftigung pro Wirtschaftszweig, um die Anzahl von Geschmacksmustern, Patenten und Marken in jeder Branche zu berechnen. Etwa 240 000 Unternehmen wurden anhand dieser Parameter analysiert.

Zudem wurde die Anzahl von Rechten des geistigen Eigentums pro 1 000 Beschäftigte in jedem Wirtschaftszweig untersucht, um die Auswirkung auf die Branchengröße zu ermitteln. Die Wirtschaftszweige, die eine überdurchschnittliche Anzahl von Anmeldungen pro 1 000 Beschäftigte aufwiesen, wurden als schutzrechtsintensiv eingestuft.

Urheberrechtsintensive Wirtschaftszweige wurden anhand eines von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) entwickelten Ansatzes ermittelt. Für Wirtschaftszweige, die intensiv geografische Angaben nutzen, wurden für die Studie schließlich aufsichtsbehördliche Quellen und Informationen herangezogen, die von der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission bereitgestellt wurden.

 

 
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