Nationale Organisationen müssen in Initiativen zur Sensibilisierung wie etwa Kampagnen einbezogen werden, wenn sichergestellt werden soll, dass auf lokaler Ebene die richtigen Botschaften und Instrumente entwickelt werden und die Methoden der Umsetzung auf das nationale Publikum zugeschnitten sind.

Die Europäische Beobachtungsstelle erhält regelmäßig Anfragen zu einer etwaigen finanziellen Unterstützung für nationale Initiativen zur Sensibilisierung, die mangels nationaler Finanzierung gefährdet sind oder eine zusätzliche Unterstützung benötigen, um weiterentwickelt oder ausgeweitet werden zu können.

Einige dieser Initiativen fügen sich nahtlos in den Ansatz ein, den das EUIPO über die Beobachtungsstelle befördert, und könnten daher in die von der Beobachtungsstelle selbst entwickelten Initiativen integriert werden.

Da der Auftrag des EUIPO auch die Unterstützung der Tätigkeiten umfasst, die von nationalen Behörden, dem privaten Sektor und den Organen und Einrichtungen der EU im Kampf gegen Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums durchgeführt werden, hat das Amt beschlossen, ein offenes und auf einem Wettbewerb beruhendes Förderprogramm zur Unterstützung von Initiativen in diesem Bereich aufzulegen.

 

Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen

Im Rahmen der Finanzhilfen 2019 unterstützte Projekte

Dieser Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen 2019 steht im Einklang mit dem vom EUIPO entwickelten Sensibilisierungsansatz und konzentrierte sich auf die Sensibilisierung von Verbrauchern, insbesondere Jugendlichen und Kindern im akademischen Umfeld, wie im Arbeitsprogramm der Beobachtungsstelle für 2019 festgelegt. Jüngste vom EUIPO veröffentlichte Studien, insbesondere die Studie Die Bürger Europas und das geistige Eigentum: Wahrnehmung, Bewusstsein und Verhalten sowie das Jugendbarometer zum Thema geistiges Eigentum 2019, liefern Erkenntnisse darüber, wie Rechte des geistigen Eigentums in einer Zeit, in der die Förderung von Innovation und Kreativität zunehmend ins Zentrum der Wirtschaftspolitik rückt, von den EU-Bürgern wahrgenommen werden.

Ziel der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ist die Sensibilisierung für die Vorteile des Schutzes von Rechten des geistigen Eigentums und für den durch die Verletzung dieser Rechte verursachten Schaden, indem die Bedeutung des geistigen Eigentums bei der Förderung von Kreativität, Innovation und Unternehmergeist unter jungen Europäern hervorgehoben wird.

Mit der Aufforderung sollen das Wissen erweitert und vorrangige Zielgruppen eingebunden werden, um die Achtung von Rechten des geistigen Eigentums zu fördern. Dadurch soll bei den Menschen letztlich eine Verhaltensänderung bewirkt werden, indem sie weniger gefälschte Waren konsumieren und weniger digitale Inhalte aus illegalen Quellen abrufen.
Dieser Aufruf folgt auf diejenigen der Jahre 2015 und 2017 hat Folgendes zum Ziel:

  • die Verbesserung des Kenntnisstands über den Wert von geistigem Eigentum als ein Instrument, um Kreativität und Innovation zu schützen, indem entsprechende konkrete und objektive Informationen über geistiges Eigentum bereitgestellt und stärker für den Schaden durch Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums sensibilisiert wird;
  • Einbindung vorrangiger Zielgruppen zu diesen Themen, wobei entsprechende Möglichkeiten der Einflussnahme genutzt werden sollten und insbesondere die von den Zielgruppen erwartete Form der Ansprache zu diesen Themen (d. h. nicht herablassend, objektiv und neutral) berücksichtigt werden sollte, um Verhaltensänderungen zu bewirken und die Attraktivität gefälschter und unerlaubt hergestellter Waren zu mindern.

Mit diesem Aufruf verbindet das Amt folgende Erwartungen:

  • Sicherstellung einer größtmöglichen Reichweite in Bezug auf die ermittelten Zielgruppen;
  • Einbindung einschlägiger Influencer wie Blogger, Künstler und anderer Akteure wie Lehrer, wissenschaftlicher Sachverständiger oder Multiplikatoren wie Medien, Behörden oder Jugendorganisationen, die Zielgruppen durch einen klar definierten und messbaren Prozess erreichen können;
  • Gewährleistung der Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit der Projektergebnisse.

Um die erwarteten Ergebnisse zu erreichen, hat das Amt spezielle, auf die Zielgruppen zugeschnittene Strategien entwickelt, die die Begünstigten der Finanzhilfe befolgen müssen. Darüber hinaus gibt es vorab festgelegte zentrale Leistungsindikatoren für Umfang und Menge (abhängig von der Art der Maßnahme und den verwendeten Kanälen), die vom Begünstigten als verpflichtender Schritt in der Antragsphase bereitgestellt wurden und die während der gesamten Projektdurchführung überwacht werden.

Wie in den Vorjahren wurden die Anträge in verschiedene Lose aufgeteilt:

  • Los 1: Erreichen von Kindern und Lehrkräften/künftigen Lehrkräften durch Schulungsmaßnahmen in akademischen und nicht akademischen Lernumgebungen.
  • Los 2: Erreichen von Verbrauchern/Bürgern und insbesondere jungen Menschen.

Von den 41 eingegangenen Anträgen, haben 13 Projekte den Zuschlag erhalten, 7 Projekte für Los 1 und 6 Projekte für Los 2; Sämtliche Projekte sind auf Basis der von den Antragstellern 2019 bereitgestellten Informationen in diesem Kompendium beschrieben.

 

Im Rahmen der Finanzhilfen 2017-2019 unterstützte Projekte

Im Rahmen des Aufrufs 2017 wurden 19 Projekte unterstützt. Sämtliche Projekte sind auf Basis der von den Antragstellern 2017 bereitgestellten Informationen in diesem Kompendium beschrieben. Ein Werbevideo zu den Finanzhilfen 2017-2019 finden Sie hier (die Kurzfassung hier).

 

Im Rahmen der Finanzhilfen 2015-2017 unterstützte Projekte

Im Rahmen des Aufrufs 2015 wurden 11 Projekte unterstützt. Sämtliche Projekte sind auf Basis der von den Antragstellern 2015 bereitgestellten Informationen in diesem Kompendium beschrieben.

Weitere Informationen über sämtliche Finanzhilfen finden Sie hier.

 

Datenschutz

Diese Verarbeitung unterliegt der Verordnung (EU) 2018/1725 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2018 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Organe, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 und des Beschlusses Nr. 1247/2002/EG.