Nationale Organisationen müssen in Initiativen zur Sensibilisierung wie etwa Kampagnen einbezogen werden, wenn sichergestellt werden soll, dass auf lokaler Ebene die richtigen Botschaften und Instrumente entwickelt werden und die Methoden der Umsetzung auf das nationale Publikum zugeschnitten sind.

Die Europäische Beobachtungsstelle erhält regelmäßig Anfragen zu einer etwaigen finanziellen Unterstützung für nationale Initiativen zur Sensibilisierung, die mangels nationaler Finanzierung gefährdet sind oder eine zusätzliche Unterstützung benötigen, um weiterentwickelt oder ausgeweitet werden zu können.

Einige dieser Initiativen fügen sich nahtlos in den Ansatz ein, den das EUIPO über die Beobachtungsstelle befördert, und könnten daher in die von der Beobachtungsstelle selbst entwickelten Initiativen integriert werden.

Da der Auftrag des EUIPO auch die Unterstützung der Tätigkeiten umfasst, die von nationalen Behörden, dem privaten Sektor und den Organen und Einrichtungen der EU im Kampf gegen Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums durchgeführt werden, hat das Amt beschlossen, ein offenes und auf einem Wettbewerb beruhendes Förderprogramm zur Unterstützung von Initiativen in diesem Bereich aufzulegen.

 

Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen

Auf der Grundlage der Ergebnisse des Jugendbarometers 2016, der Studie 2017 zur Wahrnehmung des geistigen Eigentums und anderer Studien sowie der Festlegung relevanter Narrative insbesondere für die jüngere Generation, hat das EUIPO am 28. Juli 2017 einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht, um Initiativen zur Sensibilisierung für den Wert und den Nutzen von geistigem Eigentum und für den durch Verletzungen verursachten Schaden zu unterstützen. Dieser Aufruf schließt an den 2015 vom Amt veröffentlichten ersten Aufruf an und hat folgende Ziele:

Verbesserung des Kenntnisstands über den Wert von geistigem Eigentum als ein Instrument, Kreativität, Innovation und Unternehmertum zu schützen, durch Bereitstellung konkreter und objektiver Informationen über geistiges Eigentum in diesem Zusammenhang und durch die Verbesserung des Kenntnisstands über Schadwirkungen von Verletzungen des geistigen Eigentums;

Einbindung vorrangiger Zielgruppen zu diesen Themen, wobei entsprechende Möglichkeiten der Hebelwirkung genutzt werden sollten und insbesondere die Form beachtet werden sollte, die die Zielgruppen erwarten, wenn sie um Stellungnahme zu diesen Fragen ersucht werden, (d. h. nicht bevormundend, objektiv und neutral) mit dem Ziel, Verhalten zu ändern, das Interesse an Nachahmungen und Produktpiraterie zu verringern und/oder Möglichkeiten für Nachahmer und Produktpiraten zu begrenzen.

Zu den erwarteten Ergebnissen des Aufrufs gehört die aktive Einbindung relevanter Einflussnehmer oder Multiplikatoren im Rahmen eines klar vorgegebenen Verfahrens.

Um die erwarteten Ergebnisse zu erzielen, wurden drei Lose gebildet:

  • Los 1: Kinder über Bildungsmaßnahmen für Schulen erreichen
  • Los 2: die jüngere Generation und junge Bürger erreichen
  • Los 3: politische und andere Entscheidungsträger und Meinungsführer über Konferenzen und Foren erreichen

Die Verwirklichung der Ziele des Aufrufs wird mithilfe spezifischer zentraler Leistungsindikatoren zur Anzahl der direkt und indirekt erreichten Personen, der Anzahl der Einflussnehmer und dem Grad der Einbindung der erreichten Zielgruppen gemessen.

Der Gesamtbetrag der für 2017 zur Verfügung stehenden Unterstützung beläuft sich auf 1 000 000 Euro.

Einreichungsfrist ist der 25. September 2017, 13.00 Uhr MEZ. Zugelassen werden nur elektronische Bewerbungen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

 

Im Rahmen der Finanzhilfen 2015 unterstützte Projekte

Im Rahmen der Finanzhilfen 2015 und des Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen 2015 wurden elf Projekte unterstützt.
Nähere Einzelheiten zu allen Projekten (basierend auf den 2015 von den Bewerbern eingereichten Informationen) enthält dieses Handbuch.

 

 

Datenschutz

Alle vom Amt erhobenen personenbezogenen Daten werden gemäß den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2000 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Organe und Einrichtungen der Gemeinschaft und zum freien Datenverkehr verarbeitet.